home über ostendis über diesen blog

In der Schweiz wohnen & arbeiten

arbeiten-in-der-schweiz1

Dein Traum ist es, in einem unabhängigen Land wohnen und arbeiten zu können, mit erfolgreichen Berufsaussichten sowie einer guten Lohnzahlung? Dann bist Du in der Schweiz richtig. Dieses Land bietet einen hohen Standard im finanziellen Bereich, in der Sicherheit wie auch im Bildungswesen. Jedoch wird im Gegenzug eine hohe Ausdauer verlangt wie auch ein Wille zur stetigen Weiterentwicklung. Folgend findest Du alle nötigen Informationen zum Land wie auch zum optimalen Vorgehen, um Dein Traumziel Schweiz erreichen zu können.

Das Land – Die Schweiz

Die Schweiz ist ein moderner Industriestaat mit stabiler Wirtschaft und einer guten Bezahlung. Deswegen ist es für viele EU-Bürger resp. Ausländer eine attraktive Vorstellung in der Schweiz zu wohnen und zu arbeiten. Diese Vorstellung wird gefüttert durch den Traum von finanzieller Unabhängigkeit und einem gesicherten Rahmen für die Familie oder sich selbst.

Unsere Wirtschaft besteht mehrheitlich aus KMU’s, also kleinen und mittleren Betrieben. Die Schweiz ist sehr stark von Importen abhängig, jedoch werden auch eigene Produkte in hohem Masse exportiert.

In der Schweiz gibt es vier offizielle Amtssprachen wie Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Die meisten Schweizer sind mehrsprachig, deshalb ist es von Vorteil wenn Du ebenfalls zusätzliche Sprachen beherrschst.

Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bekommen

Arbeiter:

Ob jemand in der Schweiz eine Arbeitsbewilligung erhält ist von verschiedenen Faktoren abhängig, so etwa vom Herkunftsland wie auch von Ausbildung und Fähigkeiten.

EU-Gastarbeiter haben ganz gute Chancen auf dem Markt. Der Arbeitgeber muss jedoch glaubhaft belegen können, dass er in der Schweiz keinen Arbeitnehmer mit vergleichbarer Qualifikation findet. Du oder Dein Arbeitgeber müssen ein Gesuch für eine Arbeitsbewilligung bei der zuständigen kantonalen Behörde einreichen. Die Arbeitsbewilligung muss unbedingt vorliegen bevor Du Deine Stelle in der Schweiz antrittst. Sie berechtigt zum Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung und wird in der Regel für fünf Jahre ausgestellt. Wenn Du diese nicht vor Stellenantritt zur Hand hast und trotzdem arbeitest, kann das für Dich eine sofortige Ausweisung bedeuten und auch strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.

Selbstständig:

Willst Du als Selbständiger in der Schweiz arbeiten, so erhältst Du für die sogenannte Einrichtungszeit eine befristete Aufenthaltsbewilligung von sechs Monaten. Nach Ablauf dieser Einrichtungszeit hast Du Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung von fünf Jahren, sofern Du nachweisen kannst, dass Du einer selbständigen Tätigkeit nachgehst.

Antragsformulare und nähere Informationen zum gesamten Verfahren findest Du auf folgender Website: https://www.bfm.admin.ch/content/bfm/de/home/themen.html

Gastarbeiterabkommen

Für Personen aus Nachbarländern zwischen 18 und 30 Jahren und abgeschlossener Berufsausbildung, gibt es noch eine weitere Zugangsmöglichkeit zum schweizerischen Arbeitsmarkt, nämlich als sogenannter Gastarbeiter. Die Zulassung für die Beschäftigung wird normalerweise für 12 Monate gewährt, eine Verlängerung um weitere sechs Monate ist bei glaubhafter Begründung möglich. Hierbei spielen die sonst üblichen Vergabekriterien der Aufenthaltsbewilligung keine Rolle.

Betreffend den Arbeitsbedingungen gelten die gleichen Rechte wie für Schweizer. Bei der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV), der Bundesagentur für Arbeit, gibt es die nötigen Antragsformulare.

img_big-623724

Grenzgänger

Wenn Du eine Arbeitsstelle in der Schweiz hast, Du aber nicht dort wohnst, dann benötigst Du eine Grenzgängerbewilligung (= Arbeitsbewilligung). Auch diese muss von Deinem Arbeitgeber bei der zuständigen kantonalen Behörde vor Stellenantritt beantragt werden. Wenn Du einen Arbeitsvertrag von mindestens einem Jahr hast, erhältst Du diese für fünf Jahre.

Jobsuche und Bewerbung

Für die Stellensuche benötigst Du für die ersten drei Monate keine Aufenthaltsbewilligung. Stelleninserate findest Du auf Online-Jobbörsen oder in grossen Tageszeitungen. Als Arbeitssuchender hast Du ausserdem Anspruch auf die gleiche Vermittlungshilfe, wie sie die Arbeitsämter der Schweiz ihren eigenen Staatsangehörigen bietet.

Deine Bewerbung sollte ein möglichst nur einseitiges Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf mit Foto sowie Zeugniskopien beinhalten. Weitere Unterlagen sollten nur auf Anfrage eingereicht werden oder wenn sie für die Stelle von besonderer Bedeutung sind.
Du findest viele nützliche Tipps zum Aufbau und zur Gestaltung Deiner Bewerbung unter
www.bewerbungsratgeber.ch.

Gesundheitswesen und Sozialleistungen

Die Grundversicherung für Krankheit und Unfall ist für alle in der Schweiz lebenden Personen obligatorisch und muss innerhalb von 3 Monaten nach Einreise selber beantragt werden. Die Renten und Arbeitslosenversicherung sind in der Schweiz ebenfalls für jeden Arbeitnehmer verpflichtend.
Deutsche Arbeitnehmer können in der Schweiz grundsätzlich jeder Krankenkasse beitreten. Falls Du weiterhin in Deutschland gesetzlich oder privat versichert bist Du musst dies nicht.
Die Versicherungsmodalitäten unterscheiden sich in den Bereichen ärztliche Behandlung, stationäre Krankenhausaufenthalte und Taggeldzahlung, denn die Versicherten müssen sich grundsätzlich an den Kosten beteiligen. Es kann sich also lohnen, eine Zusatzversicherung abzuschliessen. Da auch die Lohnfortzahlung in der Schweiz oft begrenzt ist, empfiehlt sich auch eine gesonderte Versicherung für die Taggeldzahlung.

Arbeitsrechte in der Schweiz

Der Urlaubsanspruch ist in der Schweiz gesetzlich geregelt, mindestens vier Wochen im Jahr können vom Arbeitnehmer beansprucht werden. Das Gehalt wird dabei in vollem Umfang weiter gezahlt. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt in der Schweiz bei 40 bis 42 Stunden. Die Arbeit ist in der Regel an fünf Wochentagen zu erbringen. Allfällige Überstunden können mit Freizeit kompensiert werden. Wenn dies nicht möglich ist, sind Überstunden mit einem Aufschlag von 25 Prozent auf den Normallohn zu vergüten, sofern dies nicht anders festgelegt ist im Arbeitsvertrag.

Bei einer Erkrankung des Arbeitnehmers oder bei einem Unfall, ist der Arbeitgeber zu einer Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn das Arbeitsverhältnis seit mehr als drei Monaten besteht oder auf mehr als drei Monate befristet ist. Der Lohn ist in jedem Fall für drei Wochen weiter zu zahlen, danach für eine “angemessene längere Zeit”.

Bei einer Beschäftigungsdauer von bis zu einem Jahr beträgt die Kündigungsfrist einen Monat bei Kündigung zum Monatsende. Bei zwei bis neun Jahren steigt die Kündigungsfrist auf zwei Monate. Die Kündigung kann gleichermassen vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgesprochen werden.

Lohnniveau und Lebensunterhalt

Die Lebensunterhalte liegen in der Schweiz, verglichen mit dem europäischen Länderdurchschnitt, sehr hoch, vor allem Stadtwohnungen sind sehr teuer. In der Schweiz sind dafür aber auch fast alle Wohnungen immer voll ausgestattet, inklusive Geschirrspüler und Waschmaschine. Auf der anderen Seite sind die Löhne auch höher als in der restlichen EU und die Steuern relativ niedrig. Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleidung sind dennoch bis auf wenige Ausnahmen häufig teurer. Die landwirtschaftlichen Produkte sind dafür in meist besserer Qualität erhältlich. Insgesamt ist die Schweiz ein Land mit hoher Lebensqualität und einer überdurchschnittlich hohen Binnenkaufkraft.

Wohnungssuche

In der Schweiz findest Du die meisten Wohnungen im Internet auf diversen Immobilien-Portalen. Hinterlege am besten ein Such-Abo mit Deinen gewünschten Kriterien, somit erhältst Du immer automatisch alle aktuellen Angebote. Die Immobilien-Preise variieren stark nach Region. Suchst Du beispielsweise in einer Stadt, sind die Wohnungen wesentlich teurer als ausserhalb oder in einer ländlichen Umgebung. In der Schweiz gibt es auch viele WG-Angebote, also Wohngemeinschaften, die einzelne Zimmer ausschreiben. Das wäre eine gute Alternative bis eine geeignete Wohnung gefunden und die Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung bestätigt wurde.
Auf was Du zusätzlich noch alles achten musst, nebst der Wohnungssuche, findest Du unter:
http://www.comparis.ch/umzug-schweiz/info/tips

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 18. April 2014 um 11:39 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Arbeitswelt, Bewerbung abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

«  –  »

2 Kommentare »

  1. ich kann noch aus ganz eigener Erfahrung ;-) jedem ans Herz legen, der in die Schweiz einreisen und “einziehen” möchte, das mit einer professionellen Transportfirma zu erledigen. Meine Güte!, was habe ich mir damals an Stress und Zeit gespart. ich bin von Freiburg nach Luzern gezogen und hatte gleich die dort vor Ort tätige Umzugsfirma Luzern (http://www.gabriel.ch) beauftragt und die haben sich um alles gekümmert. Ich hatte einfach keine Zeit zum Verpacken und zum Abmontieren meiner Möbel. An der neuen Arbeitsstelle ging es quasi gleich 100% los und da war ich sehr froh über die Unterstützung der kompetenten und vorsichtigen Mitarbeiter der Umzugsfirma Luzern zu haben.

    Comment: Hulda – 29. Mai 2014 @ 11:50

  2. Ich glaube, wir haben jetzt genug Deutsche. Deutsche die uns Schweizer arbeitslos machen! Deutsche, die uns unsere Jobs kündigen, damit sie Deutsch einstellen könnten.
    Für mich ist das Boot nun wirklich voll. Ich bin froh, dass die MEI angenommen wurde. Hoffe nun, dass diese konsequent umgesetzt wird und der Strom aus Deutschland endlich aufhört

    Comment: E. GAmber – 28. August 2014 @ 17:27

Einen Kommentar hinterlassen

Logo-Partner

Ihr Logo hier?

Seiten

Archive

Letzte Beiträge

Kategorien

Meta

 

© ostendis.ch – Powered by WordPress – Design: Vlad (aka Perun, modifications by ostendis.ch)