Die Werbung am Strassenrand häuft sich bereits wieder. Kaum sind die Köpfe potenzieller Politiker verschwunden, prangern dort jetzt die grossen Anti-Ferieninitiative-Plakate. Grund genug, hier ein paar Fragen aufzugreifen.
Gefahr für KMU’s - Bundesrat rät zur Ablehnung
Es ist weit umher bekannt, wie die allermeisten Parteien und auch unser Bundesrat zu dieser Initiative von “Travaille.Suisse” (Arbeitnehmerdachverband) eingestellt sind. Man rät uns trotz fehlendem Gegenvorschlag die Idee am 11. März abzulehnen. Gründe: Für KMU’s und mittelständige Unternehmen würden zu hohe Kosten entstehen. Es könnte somit an Wettbewerbsfähigkeit eingebüsst werden und den KMU’s deutlich geschadet werden. Zudem könnte damit ein Einschnitt in die Lohnpolitik geschehen, der dann sogar dem Arbeitnehmenden schaden würde.
Entspannteres und gesünderes Arbeiten soll ermöglicht werden
Die Initiatoren hingegen gehen davon aus, dass heutzutage rund 10 Milliarden Franken pro Jahr aufgewendet würden, um die Folgen von Stress bei Arbeitnehmenden zu behandeln (Angaben des SECO). Auch die SUVA bestätigt ähnliches: Für sie ist der Stress das grösste Arbeitsplatzrisiko der Zukunft. Natürlich wird auch vom steigenden Druck am Arbeitsplatz und der Verarmung des Familienlebens gesprochen. Beides Argumente, die für viele Arbeitnehmer ein ernsthaftes Problem darstellen.
Wieso keinen Kompromiss ins Auge fassen?!
Es gibt definitiv auf beiden Seiten - Pro und Kontra - seriöse und nachvollziehbare Argumente. Was ich mich einfach frage: Wieso gleich 6 Wochen fordern und nicht erst einmal deren 5 per Gesetz garantieren? Schliesslich haben wir laut Gesetz alle nur mindestens 4 Wochen Ferien pro Jahr zur Verfügung. Somit wären 5 Wochen für viele von uns doch bereits eine deutliche Verbesserung, oder? Und eben vielleicht auch ein Kompromiss, mit dem die meisten Arbeitgeber leben könnten. Somit könnte man eine gewisse Fairness erlangen, denn im Schnitt haben die Arbeitnehmer in der Schweiz bereits ca. 5 Wochen Ferien. Aber eben noch lange nicht jeder einzelne!
Eigene Meinung bilden, bitte!
Genauer möchte ich hier jetzt gar nicht darauf eingehen. Weitere Informationen rund um dieses heikle Thema findet ihr unter www.sechswochenferien.ch und unter www.ferieninitiative-nein.ch. Wer sich eine eigene Meinung gebildet hat, darf diese gerne hier kund tun. Ich freue mich über Eure Reaktionen!
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