Karl-Theodor zu Guttenberg ist seinen Doktortitel los. Zu Recht, sagen viele. Schliesslich hat er bei seiner juristischen Dissertation an mehreren Stellen Zitate verwendet, ohne diese zu vermerken. Man kann es also drehen und wenden, wie man möchte, der Mann hat ganz einfach “bschisse”.
Rücktritt
Mittlerweile hat er dem Druck der Öffentlichkeit nachgegeben und seinen Rücktritt angekündigt. Das widerum finden viele schade. Denn einigen Wählern hat er ja offenbar immer gut gepasst, sonst hätte er es wohl kaum bis zum Verteidigungsminister gebracht. Ob es da wirklich auf einen Titel mehr oder weniger ankommt? Oder doch eher auf die erbrachten Leistungen?
Lügen vermeiden
Was jedenfalls sicher ist: Auch bei Bewerbungen sollte man den Pfad der Tugend nicht verlassen und Lügen tunlichst vermeiden. Trägt man nämlich allzu dick auf, weckt das rasch Misstrauen. Und auch wenn man vielleicht beim Vorstellungsgespräch noch punkten kann - irgendwann fliegt jeder auf. Was dann kommen kann, zeigt uns gerade Herr zu Guttenberg. Daher also lieber von Anfang an ehrlich sein, als später zurückkrebsen zu müssen.
Eierlegende Wollmilchsau
Klar, die Formulierungen heutiger Stelleninserate können teilweise tatsächlich zum Schummeln animieren. Gesucht wird immer öfter die “eierlegende Wollmilchsau” - also der absolut perfekte Kandidat. Bloss gibt es diesen beinahe nie. Daher kann man sich getrost auch um Jobs bewerben, bei denen man nicht jede einzelne Anforderung aus dem Stelleninserat 100 prozentig erfüllt. Mit gesundem Menschenverstand, einem ausgeglichenen Wesen und einfacher Ehrlichkeit überzeugt man nämlich mindestens genauso gut, wie mit gut klingenden, aber wenig aussagenden Titeln.
« Das Vorstellungsgespräch - ein Schreckgespenst wider Willen – Paranoid im Internet »
Logo-Partner
© ostendis.ch – Powered by WordPress – Design: Vlad (aka Perun, modifications by ostendis.ch)
Super Blog, sehr informativ und schoen gemacht.
Comment: Timo – 02. März 2011 @ 23:53
Ein Politiker sollte in solch einem Fall von Betrug sofort zurücktreten.
Mich hat das Hin- und Hergeeier genervt. Nur soviel zugestehen, wie gerade von der Presse veröffentlicht wurde. Ansonsten schöner Artikel. Kompliment!
Comment: Georgia Formatierung – 31. März 2011 @ 22:07
Ich finde es schon schockierend, wie dreist einige Bewerber sind. Hier habe ich einen weiteren Artikel gefunden, bei dem ein Bewerber für seinen Schwindel sogar zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt wurde, also lieber die Finger lassen von Betrug! Das gilt natürlich auch und vor allem für Politker, die sollten schließlich Vorbilder sein.
http://jobs.erdbeerlounge.de/jobs/Examensschwindel-Den-Traumjob-um-jeden-Preis-12609-_a15538/site1-0-0
Comment: Pia – 27. Mai 2011 @ 10:17