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Schweizer Arbeitslosenzahlen im August 2010

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Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat heute die Arbeitslosenzahlen von Ende August 2010 veröffentlicht. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vormonat gleich hoch und verharrte bei 3.6%. Die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) meldeten Ende August 142′879 eingeschriebene Arbeitslose, 549 mehr als im Vormonat. Grund zur Sorge ist jedoch der erneute Anstieg bei der Jugendarbeitslosigkeit um 2′277 im Vergleich zum Vormonat auf insgesamt 24′776 Personen. Die gemeldeten offenen Stellen erhöhten sich um 568 auf insgesamt 17′994 Stellen.

Vergleich zum Vorjahr
Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 7′952 Personen.  Bei der Jugendarbeitslosigkeit sind es 4′522 Arbeitslose weniger. Dies zeigt, dass sich die Wirtschaft im Vergleich zum Krisenjahr 2009 erholt hat. Schaut man sich  jedoch die einzelnen Branchen oder Berufsgruppen genauer an, dann sind grosse Unterschiede erkennbar. In gewissen Bereichen herrscht noch immer Kurzarbeit oder hohe Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite gibt es Branchen, die bereits wieder boomen und sich nicht über mangelnde Aufträge beklagen müssen.

Gastgewerbe, Handel und Verkauf mit hohen Arbeitslosenquoten
Auf Grund des starken Frankens und der rückgängigen Feriengäste aus dem Ausland  liegt die Arbeitslosenquote im Gastgewerbe bei 11.8%.  Im Handel und Verkauf beträgt sie 11.3%. Ebenfalls sehr hoch ist die Quote der Arbeitslosen in Kaufmännischen Berufen. Dort liegt sie bei 9.3%.  Die Anzahl der von Kurzarbeit betroffenen Betriebe hat sich im Vergleich zum Vormonat um 229 Einheiten auf insgesamt 1′789 verringert. Vor einem Jahr waren es noch 3′371 Betriebe, welche Kurzarbeit anordnen mussten.

Konjunkturtendenzen und Prognosen des Bundes für 2010 und 2011
“Die Expertengruppe des Bundes hält grundsätzlich am bisherigen Prognoseszenario einer langsam fortschreitenden Erholung der Schweizer Wirtschaft fest. Während die Wachstumsaussichten für 2010 sogar noch leicht besser als bisher eingeschätzt werden (1,8% anstatt 1,4%), wird die BIP-Prognose für 2011 angesichts gestiegener aussenwirtschaftlicher Risiken leicht gesenkt (1,6% anstatt 2,0%). Die Aussichten für den Arbeitsmarkt haben sich weiter aufgehellt, wenngleich der Rückgang der Arbeitslosigkeit langsam verlaufen dürfte.” (Erstellte Prognosen, im Sommer 2010) (Quelle: http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00375/00376/index.html?lang=de)

Langzeitvergleich der Arbeitslosigkeit in der Schweiz
Folgende Tabelle aus dem aktuellsten Bericht zur Arbeitslosenstatistik des SECO zeigt die Langzeitentwicklung der Schweizer Arbeitslosenzahlen.

zeitreihe_arbeitslosigkeit1

Quelle: http://www.seco.admin.ch/themen/00385/00387/index.html?lang=de

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 07. September 2010 um 11:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitswelt abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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