
Die Perspektiven auf dem Schweizer Arbeitsmarkt sehen wieder etwas sonniger aus, als auch schon. Im April sank die Arbeitslosenquote von 4.2% aus dem Vormonat auf 4.0%. Ist die Krise damit schon überwunden oder sind vor allem saisonale Gründe verantwortlich für den Rückgang der Arbeitslosenzahlen? Experten zeigen sich vorsichtig optimistisch, warnen jedoch davor, schon jetzt wieder alles schön zu reden. Der Fall Griechenland, die Ölkatastrophe im Golf von Mexico und der Vulkanausbruch in Island wirken sich in naher Zukunft sicherlich auch in gewisser Weise auf die Schweizer Wirtschaft aus.
Verschiedene Faktoren stabilisieren die Schweizer Wirtschaft
Saisonale Gründe sind nur ein Faktor unter vielen, welche zu einer Stabilisierung der Lage am Arbeitsmarkt führten. Der tiefe Zins, der niedrige Ölpreis der letzten Monate und rasche und effektive Reaktion auf die Krise durch die Schweizer Politik hat sich positiv ausgewirkt. Besonders die Zahlen der Jugendarbeitslosigkeit stimmen zuversichtlich, dass das Gröbste überstanden ist. Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen ist im April im Vergleich zum Vormonat um 7.5% gesunken - von 26′756 auf 24′740.
Exportwirtschaft noch immer in der Krise - gewisse Branchen besonders betroffen
Vor allem im Export leiden gewisse Schweizer Firmen noch immer unter der Finanz- und Wirtschaftskrise. Besonders hart trifft es nach wie vor die Maschinenindustrie. Die Aufträge nehmen nur in geringem Masse wieder zu. Die Geldmittel im Ausland werden für Sonderaufträge und grössere Investitionen nach wie vor eingefroren. Deshalb steht noch immer bei vielen Firmen die Kurzarbeit auf der Agenda.
Binnenwirtschaft mehr als stabil
In der Binnenindustrie herrscht seit Monaten wieder Optimismus bei steigenden Aufträgen. Die Baufirmen freuten sich 2009 über eine riesige Menge an Bauaufträgen - so viel wie seit Jahren nicht mehr. Und ausser der UBS hat keine Schweizer Bank Geld mit Hypotheken verloren. Die Attraktivität der Schweiz zieht nach wie vor Zuwanderer an insbesondere Personen aus Deutschland, die über eine gute Ausbildung verfügen, was der Binnenwirtschaft in vielen Branchen zu Gute kommt.
Vulkanausbruch, Ölkatastrophe und Euroschwäche
Die kommenden Monate werden zeigen, wie sehr sich die momentanen Weltereignisse auf die Schweizer Wirtschaft auswirken. Welchen Einfluss hat die Krise Griechenlands und weiterer EU-Staaten sowie der schwache Euro auf die Schweiz? Wie wirkt sich der Vulkanausbruch auf die labilen Fluggesellschaften aus? Nicht zu vergessen sind die Verzögerungen bei Geschäftsreisen. Und wie wird sich der Ölpreis verhalten auf Grund der Ölkatastrophe im Golf von Mexico?
Nähere Informationen zu den aktuellen Arbeitslosenzahlen findest du unter: http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00384/index.html?lang=de
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