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Liebe am Arbeitsplatz

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Schätzungen zu Folge lernen sich rund 20 bis 30% aller Paare am Arbeitsplatz kennen. Das kommt nicht von ungefähr. Denn Arbeitskolleginnen und -Kollegen interagieren und kommunizieren täglich miteinander und das oft mehrere Stunden. Hier kannst du jemanden ungezwungener kennen lernen als in einer Bar oder in der Disco. Die tägliche Arbeit verrät viel über den Charakter einer Person. Löst sie/er  jedes Problem mit einem Lächeln auf dem Gesicht oder ärgert sie/er sich bei jeder Kleinigkeit? Anziehungskraft, Sympathie und Interesse  im Berufsalltag schnell einmal auf Gegeninteresse stossen. Und schon beginnt der Kampf der Geschlechter den Arbeitsalltag zu bereichern und in manchen Fällen auch auf den Kopf zu stellen. Doch aufgepasst: niemand behauptet, dass Liebe am Arbeitsplatz unproblematisch sei.  

Das Thema füllt viele Internetseiten mit Tipps, Warnungen und Stories.  In Foren wie www.liebeskummer.ch suchen Betroffene nach Ratschlägen - die sie auch prompt erhalten. Viele Fragen stellen sich. Wie erobere ich meinen Schwarm? Flirten was das Zeug hält oder eher mit Geduld und subtilen Zeichen? Und wenn es dann so weit ist: Soll ich es dem Chef sagen, dass wir uns lieben? Wie darf und kann ich mich bei der Arbeit verhalten? Was ist, wenn die Arbeitskollegen eifersüchtig werden? Kann mich der Chef entlassen, wenn er davon erfährt oder wenn die Liebe die Arbeit beeinträchtigt? Wie gehe ich damit um, dass sich der Chef / die Chefin in mich verliebt hat? Oder wenn ich mich in den Chef / die Chefin verliebt habe?

Die Liebe - das stärkste Gefühl überhaupt
Wahre Liebe lässt die Herzen höher schlagen, die Knie schwach werden und alles dreht sich nur noch um den geliebten Menschen. Liebe kann beflügeln aber auch blind machen. Verliebte Menschen stecken ihre Umwelt mit ihren Glücksgefühlen an. Liebe am Arbeitsplatz muss sich jedoch in der Regel hinter anstellen - die Arbeit hat Vorrang. So ist das Glück gleichzeitig auch ein wenig ein Verhängnis. Denn die Gefühle müssen im eher nüchternen Büroalltag hinten anstehen, stauen sich auf und verwirren nicht selten die Gedankenwelt. Du hast dann den Kopf eben wo anders und nicht bei der Sache. In kreativen Berufen kann dies aber zu ungeahntem Schaffensdrang und sprühender Phantasie führen. Maler wie Picasso haben in Phasen der Verliebtheit und der Liebe ungeheure Werke erschaffen. Doch nicht jeder oder jede arbeitet in einem kreativen Beruf.

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Frisch verliebt - ein schönes Gefühl

Grosse Verantwortung - aufgepasst!
In Berufen, in denen du grosse Verantwortung trägst, kann es sich negativ auswirken, wenn du deinen Kopf nicht bei der Sache hast. Als Pilot, Chirurg oder Busfahrer ist es wichtig, die Konzentration hoch zu halten - vor allem in heiklen Situationen. Da hilft uns zum Glück die menschliche Natur mit. Denn bei Gefahr schaltet das Hirn alles andere aus - wir sind voll im hier und jetzt, denn es geht ums Überleben. Bei anderen Berufen kann es schon mal vorkommen, dass es schwierig wird, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Doch das sollte sich zu keinem Dauerzustand ausweiten - vorübergehend den Kopf wo anders haben, das ist doch menschlich. Wir alle sind nur Menschen. Die Arbeit sollte aber trotzdem nicht zu sehr darunter leiden. Erfährt der Chef davon, dass du den Kopf nicht bei der Sache hast und nicht mehr effizient voran kommst, kann dies sogar zur Kündigung führen.

Verliebte Mitarbeiter = motivierte Mitarbeiter?
Verliebt gleich motiviert trifft nicht immer zu. Wenn die Liebe erwidert wird und alles nach Wunsch und ohne Sorgen verläuft - dann steht es auch um die Motivation bei der Arbeit prächtig. Die Arbeit gewinnt dann einen ganz anderen Stellenwert: Man kann es kaum erwarten, bis man am Arbeitsplatz sitzt und mit der Arbeit beginnen kann. Und abends bleibt man dann auch gerne ein wenig länger. Beruflich gibst du dann dein Bestes, denn deine Liebe wird dich sicher mit Komplimenten überhäufen wenn du deine Arbeit gut machst. Deine Ideen gewinnen an Kraft und du löst die täglichen Probleme im Handumdrehen.
Stehen jedoch ungelöste Beziehungs-Probleme im Raum, kann es gut sein, dass sich das ganze negativ auf deine Arbeit auswirkt. Auch das ist sehr menschlich. Emotionen steuern unsere Gedanken und unser Verhalten. Und doch ist es wichtig, negative Emotionen in den Griff zu kriegen und die Suche nach der Lösung für die Probleme auf die Zeit nach der Arbeit zu verschieben. Es bringt ja doch nichts, zu Grübeln und zu Grübeln… Die Lösung findest du selten bei der Arbeit. Wenn es gar nicht mehr geht, dann nimm lieber ein paar Tage frei und löse die Probleme in einem Gespräch. Dann hast du den Kopf später wieder frei.

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Liebe beflügelt - so lange sie sorgenfrei ist.

Mit Liebe bei der Arbeit
Die allerbeste Kombination ist es, wenn du verliebt bist und zudem auch deine Arbeit liebst. In schöpferischer Hinsicht gibt es wohl nichts Besseres. Laut dem Philosophen Friedrich Nietzsche sind alle grossen künstlerischen Werke ein Ausdruck grosser Liebe. Wem es gelingt, dieser grossen schöpferischen Kraft in Form von Gemälden, Skulpturen, Gedichten, musikalischen oder literarischen Werken Ausdruck zu verleihen, ist ein wahrer Künstler. Jedes Projekt, das du in diesem Zustand anpackst kann nur gelingen. Deine Motivation ist grenzenlos.

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Deine Motivation ist ansteckend

Vorsicht bei einem Abhängigkeits-Verhältnis
Liebe überwindet so manches Hindernis. Doch über Hierarchiestufen kannst du leicht einmal stolpern. Es gibt ungeschriebene Gesetze für alle, die in eine Vorgesetzte / einen Vorgesetzten  verliebt sind. Allzu schnell kommst du dabei in Verruf, deiner Karriere durch Bettgeflüster neue Impulse zu verleihen und dich “hochzuschlafen”. Sobald die Mitarbeiter bemerken, dass dir der Chef oder die Chefin alle Türen öffnet oder nicht begründete Lohnerhöhungen anbietet, entsteht unter den Mitarbeitern schnell einmal Missgunst und Neid. Leider kann es auch vorkommen, dass derjenige, der in der Hierarchie weiter oben steht, seine “Macht” missbrauchen kann. Das ist niemandem zu wünschen. 

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Affäre mit der Chefin: Was harmlos beginnt kann schnell zu einem Machtspiel werden.

Die schmale Grenze zwischen “Sympathie bekunden” und “sexueller Belästigung”
Du wolltest Ihr doch nur endlich sagen, dass sie für dich die absolute Traumfrau ist. Doch die Worte kommen nicht aus deinem Mund - deine Hände aber gehorchen dir nicht und du berührst ihre Hand leicht, als sie gerade neben dem Kopierer steht… Je nach dem kann dies der Start einer neuen Liebe sein oder dann aber unangenehm enden. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz kann verschiedenste Formen annehmen. Bereits Bemerkungen und Worte können als Belästigung aufgefasst werden. Nachfolgend eine Liste, was alles unter sexuelle Belästigung fallen kann:

1. Anstarren, hinterher pfeifen, taxierende Blicke
2. Anzügliche Witze
3. Scheinbar zufällige Körperberührungen
4. Unerwünschte Einladungen mit eindeutiger Absicht
5. Pornografische Bilder am Arbeitsplatz
6. Versprechen beruflicher Vorteile bei sexuellem Entgegenkommen
7. Androhen beruflicher Nachteile bei sexueller Verweigerung
8. Erzwingen sexueller Handlungen
Quelle: www.frauenberatung.ch

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Stopp! Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Tipps von Cosmopolitan.de
Hast du dich am Arbeitsplatz verliebt, dann beachte folgendes:

1. Solange es nichts Festes ist, sagen Sie den Kollegen nichts. So vermeiden Sie unnötigen Klatsch und Tratsch.
2. Plaudern Sie niemals intime Details aus, auch wenn Sie offiziell zusammen sind. Welche Unterhosen Ihr Liebster trägt, geht schliesslich niemanden etwas an.
3. Zeigen Sie als Paar im Job, dass Sie Privates und Berufliches trennen können. Vermeiden Sie unbedingt, Ihre Beziehungsprobleme im Büro auszutragen.
4. Zu viel Geturtel schafft Neid. Gehen Sie nett und kollegial miteinander um, aber flüstern Sei sich nicht ständig ins Ohr, wie heiss die letzte gemeinsame Nacht war. Ein Küsschen zwischendurch ist erlaubt.
5. Präsentieren Sie sich nicht übertrieben als “Dream-Team”. Suchen Sie nach wie vor das Gespräch und den Austausch mit anderen Kollegen, um niemanden auszuschliessen.
6. Nur wenn die Affäre negativ verläuft (z.B. einer von beiden ist verheiratet oder Ihr Liebster ist Ihr Vorgesetzter) sollten Sie sich überlegen, den Arbeitsplatz zu wechseln.
Quelle: Cosmopolitan

Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 15. April 2010 um 09:33 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Arbeitswelt abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Vielen Dank für die nützlichen Tipps.

    Maria

    Comment: Mobbing – 13. Mai 2011 @ 15:14

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