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Zunahme von Freizeitunfällen in der Schweiz

freizeitunfall

Das Unfallrisiko in der Freizeit ist weit höher als im Beruf
Die neueste fünfjahres-Unfallstatistik UVG, vom 23. September 2009, spricht eine deutliche Sprache:  Mit rund 482′000 Freizeitunfällen wurde im Jahr 2008 ein neuer Höchtstand erreicht. Dies entspricht einer Zunahme von 5.3%. Trotzdem ist das Unfallrisiko in den Jahren 2003 bis 2007 insgesamt gesunken - von 74 Fällen pro 1000 Vollbeschäftigten auf 69. Dies geschah aber vor allem auf Grund der Senkung des Unfallrisikos im Beruf.

Es kann jede und jeden treffen
Schwere und mittelschwere Unfälle können das Leben schlagartig verändern. Das ist niemandem zu wünschen. Trotzdem geschieht es immer wieder, dass Menschen während der Ausübung ihres Berufes oder in der Freizeit verunfallen. Meiner Meinung nach ist es deshalb im Interesse jedes Arbeitgebers und jedes Arbeitnehmers, sich mit Unfallrisiken und mit Unfallstatistiken zu beschäftigen. Sicherheitskonzepte sollten in allen Berufen entwickelt und umgesetzt werden. Nicht nur in der Baubranche. Jede Berufsbranche hat ihre Unfallrisiken.

Geringeres Unfallrisiko im Beruf dank Prävention
Betriebe, die sich an einem Sicherheitsprogramm beteiligten, konnten pro Jahr durchschnittlich 250 Franken pro Mitarbeiter einsparen. Doch das Präventions-Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft. Und die Statistik zeigt zudem, dass Präventionsmassnahmen in den ersten drei Jahren nach der Umsetzung am meisten Wirkung erzielen. Danach nimmt die Wirkung wieder ab. Deshalb empfiehlt es sich, zusätzlich zu den täglichen Sicherheitsüberprüfungen alle drei Jahre neue Informationstage mit angepasstem Sicherheitskonzept durchzuführen. Dies dient einerseits dazu, das Gefahrenbewusstsein der Mitarbeiter hoch zu halten und andererseits hilft es, neu entstandenes Gefahrenpotential ins neue Sicherheitskonzept aufzunehmen.

Die Freizeit birgt die grösste Gefahr für Unfälle
Wintersportarten (Ski und Snowboard) machen einen beträchtlichen Teil der Freizeitunfälle aus. 2008 nahm diese Zahl auf Grund ergiebiger Schneefälle und günstiger Bedingungen im Vergleich zum Vorjahr stark zu. Auch die Anzahl von Sportunfällen im Fussball sowie beim Fahrradfahren nahm gegenüber 2007 um 5 bis 10% zu.

fussballskifahren1
Fussball und Skifahren bergen die grössten Verletzungsgefahren

Die Studie zeigt zudem, wie gross der Einfluss des Wetters auf die Anzahl der Unfälle ist. An verregneten Wochenenden nimmt die Unfallrate in der Regel stark ab. Ein direkter Vergleich: am sonnigen Wochenende vom 30. und 31. August 2009 waren mehr als 4′500 Freizeitunfälle zu beklagen. Am gleichen, allerdings verregneten Wochenende 2003, ereigneten sich ein Drittel weniger Unfälle (insgesamt 2′900).

Prävention nun auch in der Freizeit stärker gefordert!
Helm tragen würde das Risiko von Kopfverletzungen stark senken. Besonders beim Skifahren, beim Snowboarden,  beim Velofahren und beim Reiten empfohlen. Doch noch ist dies keine Pflicht - im Gegensatz zur Baustelle. Noch gilt es, Selbstverantwortung zu übernehmen und andere ebenfalls zu ermuntern, ihren klugen Kopf zu schützen.
Auf der anderen Seite ist es aber auch verständlich, dass gerade junge Leute den Fun-Charakter ihrer Freizeitaktivitäten in den Vordergrund rücken. Gedanken an ihre Sicherheit und die Verantwortung für ihre Kollegen und ihre Mitmenschen kommen oft zu kurz. Hier würde eine grossangelegte Präventionskampagne gut tun. Und hier sollten vor allem die Kanäle genutzt werden, auf denen die Jugend erreicht wird: das Internet und das Fernsehen.

Mehr Infos zur Unfallstatistik 2009 unter: http://www.suva.ch/home/news/unfallstatistik-uvg-ausgabe-2009-/medienmitteilungen.htm

Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 24. September 2009 um 16:41 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Gesundheits-Tipps abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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