home über ostendis über diesen blog

Tipps für das Anschreiben

tipps_anschreiben
Eine Seite - nicht länger!
Warum? - Arbeitgeber stehen in der Regel unter grossem Zeitdruck und haben keine Lust, lange Texte zu lesen. Umfragen unter Personalfachleuten haben ergeben: Für die erste Vorauswahl werden zwischen 30 Sekunden und drei Minuten pro Bewerbung verwendet.
Wenn du wirklich gute Argumente hast, dann brauchst du nicht viel Platz. Bringe deine Motivation für die Bewerbung auf den Punkt. Wecke mit einfachen und kurzen Argumenten das Interesse des potentiellen Arbeitgebers!

Einleuchtende Bewerbungsargumente
Nenne bereits im Anschreiben, welche Stellenanforderungen du erfüllst. Dazu musst du den Inseratetext gut kennen! Nenne deine Ausbildung, eine Berufspraxis, deine Zusatzkenntnisse sowie weitere Qualifikationen, die für die beschriebenen Aufgaben von praktischem Wert sind. Schreibe präzise, konkret und formuliere klar. Der Bewerbungsempfänger soll erkennen, weshalb gerade du für die Stelle in Frage kommst und er soll spüren, dass du hoch motiviert und interessiert bist, für ihn zu arbeiten.

Persönliche Anrede!
Wenn immer möglich vermeide die Allerwelts-Anrede “Sehr geehrte Damen und Herren”. Falls du den Namen des Bewerbungsempfängers nicht kennst, dann recherchiere im Internet oder kläre dies telefonisch ab.

Anfangssätze
Der erste Satz einer Bewerbung ist wichtig, um beim Bewerbungsempfänger sofort Interesse zu wecken. Erhöhe mit einer konkreten Information die Aufmerksamkeit des Lesers!
Beispiele:
- Mit einer interessanten Qualifikation starten (”als Fachmann für Internet-Security bin ich seit Jahren für die Netzwerksicherheit der Firma XY verantwortlich”).
- Auf einen Kontakt hinweisen (”von Herrn Bischof habe ich erfahren, dass Sie Ihr Vertriebsteam verstärken möchten”)
- Dein Interesse an der Firma durch gut recherchierte Informationen untermauern (”in der NZZ las ich, dass Sie die Umstellung auf ein neues Computersystem planen. Dabei möchte ich Sie bestmöglich unterstützen.”)
Damit kannst du dich von vielen Bewerbern abheben, welche wenig aussagende Standardsätze verwenden wie beispielsweise: “Hiermit bewerbe ich mich für die Stelle als…” oder “Ihre Anzeige in der Zeitung XY hat mein Interesse geweckt”.

Arbeitslosigkeit erwähnen?
Da es heute buchstäblich jeden treffen kann, ist Arbeitslosigkeit kein Makel mehr. Eine Stelle erhälst du weder wegen noch trotz deiner Arbeitslosigkeit - entscheidend sind allein deine Qualifikationen und deine Bewerbung. Für dein Anschreiben heisst das: falls du momentan arbeitslos bist, dann musst du dies nicht krampfhaft verstecken. Rücke deine Qualifikationen in den Mittelpunkt und gehe erst im letzten Drittel des Anschreibens auf deine momentane Situation ein.

Gehaltsvorstellungen nennen?
Wenn im Stelleninserat nicht nach Gehaltsvorstellungen gefragt wird, solltest du diese auch nicht angeben! Unaufgefordert das Gehalt anzusprechen, kommt meistens nicht gut an. Schliesslich geht es dir bei der Arbeit ja nicht in erster Linie ums Geld - oder? Zudem ist es in der Regel so, dass die Gehaltsvorstellungen erst während des Vorstellungsgesprächs zum Thema werden.

Schlussformeln
Mögliche geeignete Schlusssätze einer Bewerbung sind beispielsweise:
- “Für ein Vorstellungsgespräch stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.”
- “Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch.”
- “Gern würde ich Sie in einem Gespräch von meiner Qualifikation überzeugen.”
- “Über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.”

Weiterführende Literatur:
Duden, Professionelles Bewerben - leicht gemacht; 2. Auflage, 2007
Püttjer&Schnierda, Das grosse Bewerbungshandbuch; Campus Verlag Frankfurt, 2. verbesserte Auflage, 2006
Petra Begemann, Bewerbungsbrief und Lebenslauf, fit für den Job; Eichborn Verlag AG, Frankfurt, 2006

Weiterführende Links:
www.ostendis.ch/tipps/bewerbungstipps.html

Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 30. September 2009 um 13:20 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Bewerbung abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

« Zunahme von Freizeitunfällen in der Schweiz – Mobbing am Arbeitsplatz - wie reagieren? »

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

Einen Kommentar hinterlassen

 

© ostendis.ch – Powered by WordPress – Design: Vlad (aka Perun, modifications by ostendis.ch)