
Arbeitgeber setzen bei der Recherche über Bewerber immer mehr auf das Internet. Dieses Thema ist momentan so aktuell, dass darüber in der Sendung 10 vor 10 vom letzten Dienstag, 30. Juni 2009, berichtet wurde. Die Moderatorin betonte, dass seriöse und perfekte Bewerbungen durch ergänzende Informationen aus dem Netz den einen oder anderen Kratzer erhalten. Fotos der letzten durchzechten Party-Nacht und weitere kleinere oder grössere Kavaliersdelikte kommen in Konflikt mit den Angaben in der Bewerbung. Dort steht zum Beispiel: “Mir ist mein topseriöser Lebenswandel absolut wichtig. Gerade in einem Job wie diesem sind Pünktlichkeit und korrektes Auftreten eine Voraussetzung für ein florierendes Geschäft. Das ist mir bewusst und ich halte mich daran.” …
hhhmmmm denkt sich der Chef einer Versicherungsfirma.
Kann ich diesem Bewerber vertrauen? Und ist er wirklich so seriös? Wie wirkt sich dies mittel- oder langfristig auf unsere Kundenkontakte aus?
Mit Google, Yasni und Facebook stehen dem potentiellen Chef zahlreiche treffsichere Suchoptionen zur Verfügung. Die Frage stellt sich jedoch immer mehr: Ist das zulässig? Ethisch und rechtlich vertretbar? Verletzt man damit nicht die Privatsphäre einer Person?
Eigentlich nicht, denn wenn jemand seine Urlaubsfotos, seine politische Meinung und Informationen zu Hobbys und persönlichen Neigungen freiwillig ins Netz stellt…. und alle können es sehen, nachlesen und sich eine Meinung bilden… dann ist damit zu rechnen, dass auch ein potentieller Vorgesetzter alles erfahren kann. Google, Yasni und Co ermöglicht dies!
Wir leben heute in einer vernetzten Welt und dies bringt neben gewissen Vorteilen auch Nachteile mit sich. Das Internet ist heute zu so etwas geworden wie dem Freudschen kollektiven Unterbewusstsein, das alles sammelt und nichts vergisst und schon gar nichts vergibt. Bist du ein Bewerber, dann solltest du dir stets bewusst sein, dass über dich gewisse Informationen im Internet abrufbar sind, die ev. nicht ideal sind. Doch jeder kann Einfluss nehmen, indem er seine Bilder und Informationen über sich selbst gut auswählt, bevor er diese ins Netz stellt.
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