
Wie beginnst du das Anschreiben? Wie soll der erste Satz lauten, damit ein guter erster Eindruck meiner Bewerbung entsteht? Hast du dich das auch schon gefragt?
Bereits hier beginnt bei vielen Bewerbern die Schreibblockade und die Lust an der Jobsuche vergeht. Wie so oft scheint es, dass du nichts richtig und alles falsch machen kannst. In einem Punkt sind sich die Bewerbungsspezialisten jedoch einig: Der erste Abschnitt des Anschreibens muss Interesse wecken und die Aufmerksamkeit des Personalers für die Bewerbung steigern. Doch aller Anfang ist schwer. Dies gilt vor allem für das Anschreiben, denn der erste Eindruck ist immer der wichtigste. Das erzeugt Druck. Wie beginne ich ein seriös-professionell-höflich-sympathisches Anschreiben, das beim gestrengen Personaler nur positive Emotionen auslöst?
Der Duden Bewerbungsratgeber meint dazu: “Es gehört mit zur Einleitung, gleich Interesse zu wecken. das tun Sie nicht, indem Sie sofort von sich selbst reden - jedenfalls nicht nur. Besser und zweckmässiger ist es, wenn Sie Anknüpfungspunkte aufführen.” Die Duden-Crew rät, die Firma ohne Scheu zu loben: “Mit Interesse habe ich Ihr Stellenabgebot in der Zeitung xy vom xx.xx.200x gelesen. Hiermit bewerbe ich mich darauf. Über Ihre Firma habe ich schon viel Gutes gehört. Deshalb hab ich Interesse an einer Stellung in Ihrem Unternehmen.” So der Mustersatz.
Ob diese Fromulierungen Interesse wecken, ist fraglich. Die Information, wo und wann Sie das Inserat gefunden haben, ist nicht unwichtig, aber das Interesse an der eigenen Person steigert man damit nicht sonderlich. Ein grosses Loblied auf die Firma gleich im ersten Satz kann schnell mal anbiedernd wirken. An anderer Stelle ist ein lobendes Wort in Zusammenhang mit deinem Profil aber durchaus angebracht.
Auch Marcus Tandler vom Jobblog beschäftigt sich mit Einleitungssätzen. Der ehemalige JobScout24-Mann warnt, dass man mit Standard-Einleitungssätzen wie “…hiermit bewerbe ich mich um …” oder “…in Bezug auf Ihre Stellenanzeige schicke ich Ihnen meine Bewerbung als …” seine Chancen zunichte macht, dem Personaler aufzufallen. Joblog stellt fünf Muster-Einleitungssätze zur Verfügung. Diese überzeugen jedoch auch nicht unbedingt: Meist beginnen sich mit “Sie suchen einen…” oder “Sie sind auf der Suche nach…”. Ob man sich damit von der breiten Masse abhebt und Interesse weckt? Die Personaler wissen in der Regel, wen sie suchen. Versuche des Bewerbers, die im Stelleninserat erwähnten Kriterien in gedrängter Form in den Einstiegsabschnitt des Anschreibens zu packen, sind für den Personaler bemühend.
Wie so oft bei Bewerbungen scheint es auch in Bezug auf den Einstiegssatz des Anschreibens, dass man nichts richtig und alles falsch machen kann. In einem Punkt sind sich die Bewerbungsspezialisten jedoch einig: Der erste Abschnitt des Anschreibens muss Interesse wecken und die Aufmerksamkeit des Personalers für die Bewerbung steigern.
Unser Tipp: Komme gleich zu Sache!
Das könnte sich dann etwa so anhören:
“Sehr geehrte Frau XY
Durch Tätigkeit 1 habe ich mir die Kompetenz 1 angeeignet und bin durch Tätigkeit 2 Spezialist für Spezialgebiet XY. Deshalb bewerbe ich mich mit grossem Interesse für die Stelle als …”
Dieser Einstieg weckt schlagartig das Interesse an deiner Person!
Bleibt für die Personalverantwortlichen nun nur zu hoffen, dass ab jetzt nicht jedes Anschreiben mit obigen Beispiel beginnt….
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Man könnte auch anfangen mit “Ihre Suche hat endlich ein Ende - jetzt bin ich ja da.”
Gruß, Werner
Comment: Mobbing – 13. Mai 2011 @ 15:10